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Erich Ohser

man / Duits
Kwalificaties
tekenaar
Nationaliteit/school
Duits
Geboren
Plauen 1903-03-18
Saur-index: 1903-03-18 Plauen (Vogtland) or Untergettengrün
Overleden
Berlijn/Plauen 1944-04/1944
Saur-index: 1943 or 03.1944 or 6.4.1944 Plauen (Vogtland) or Berlin // zie ook overige opmerkingen
Biografische gegevens
geboren
overleden
Onderwerpen
In dit veld worden de diverse onderwerpscategorieën of genres vermeld die in het oeuvre van de beschreven kunstenaar voorkomen. De inhoud van dit veld is doorgaans meer gebaseerd op het aanwezige beeldmateriaal in het RKD dan op de literatuur.
karikatuur
Opmerkingen
Ohser, Erich (Pseudonym: e.o. plauen, * 18. März 1903 in Untergettengrün, Vogtland; † 6. April 1944 in Berlin); deutscher Zeichner und Karikaturist, aus seiner Feder stammen die von 1934 bis 1937 in der "Berliner Illustrirten Zeitung" wöchentlich veröffentlichten Bildergeschichten von "Vater und Sohn". Ohser wuchs im nahen Plauen auf und machte zunächst eine Schlosserlehre. Ab 1920 besuchte er die Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig, wo er Erich Knauf, den späteren Cheflektor der Büchergilde Gutenberg und Erich Kästner, dessen Bücher er später illustrierte, kennenlernte. 1927 ging O. nach Berlin und verdingte sich als Schnellzeichner in Werner Finks Kabarett "Die Katakombe". Daneben entwarf er Karikaturen für Publikationen wie "Querschnitt", "Neue Revue" und dem sozialdemokratischen "Vorwärts". Den Aufstieg der Nationalsozialisten begleitete er mit beißenden Karikaturen, so mit der Dienst am Volk untertitelten, in welcher er einen Betrunkenen präsentiert, der ein Hakenkreuz in den frischen Schnee pinkelt. 1934 wurde ihm wegen seiner publizistischen Tätigkeit im marxistischen Sinne von der durch die Nationalsozialistische Diktatur ins Leben gerufene Reichspressekammer die Aufnahme in den Reichpresseverband der deutschen Presse verweigert, was einem Berufsverbot gleichkam. Der Ullstein Verlag, Besitzer der Berliner Illustrirten Zeitung, wurde zwar, weil im jüdischen Besitz, von den Nationalsozialisten 1934 arisiert, als indessen die Chefredaktion des Blatts nach einem Zeichner suchte, der eine wöchentlich erscheinende Bildergeschichte verfasst - die Figur(en) der Geschichte konnten die Bewerber selbst aussuchen - gehörte Ohser zu den 32 Personen, die zur Abgabe eines Entwurfs aufgefordert waren. Seine Geschichten um "Vater und Sohn", die gänzlich ohne Text auskamen, schienen publikumswirksam und vielversprechend zu sein. Dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda als Vorschlag - ohne Nennung des Autors - vorgelegt, fanden die Entwürfe Zustimmung und Ohser erhielt die Erlaubnis, für die Zeitung wöchentliche Bildergeschichten zu zeichnen, Bedingung war, dass diese unpolitisch seien und unter einem Pseudonym erschienen. Ohser entschied sich, für sein Pseudonym seine Initialien sowie den Namen seiner Heimatstadt zu wählen: e.o. plauen. 1936/37 wurde der Druck auf Ohser, seine völlig unpolitischen und sich so menschlich gebenden Figuren in den Dienst der nationalsozialistischen Bewegung zu stellen, immer größer, so dass er die Serie schließlich im Winter 1937 aufgab. 1940 blieb ihm nichts übrig, als sich dem Willen der nationalsozialistischen Führung zu beugen und für die von Joseph Goebbels gegründete Zeitschrift "Das Reich" zu zeichnen. 1944 wurden Ohser und sein Freund Knauf von einem Nachbarn bei der Gestapo wegen "staatsfeindlicher Äußerungen" denunziert und am 28. März verhaftet. In seiner Zelle nahm O. sich am 6. April 1944 sein Leben, nachdem er versucht hatte, seinen Freund durch ein Geständnis zu entlasten (was nicht erfolgreich war; Knauf wurde nach kurzem Prozess vor dem Volksgerichtshof am 2. Mai hingerichtet). Seiner Frau hinterließ Ohser einen Abschiedbrief, in welcher er sie um ihre weitere Fürsorge für den gemeinsamen Sohn Christian bat: "Mache aus ihm einen Menschen; ich gehe mit glücklichem Lächeln." Der Inhalt dieser Seite steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation, sowie – sofern ausschließlich von Wikiweise-Autorinnen und Autoren erstellt – auch unter der freien Wiki-Lizenz. Zu Einzelheiten siehe: Lizenzrechtliches. Impressum Nutzungsbedingungen Beachten Sie bitte, dass die Inhalte bei Wikiweise ausschließlich der Information des Lesers dienen und keinesfalls Fachberatung wie Arztbesuche, anwaltliche oder steuerliche Beratung und Ähnliches ersetzen können. Für Schäden aus Handlungen, die aufgrund des Inhalts der hier publizierten Texte vorgenommen werden, wird nicht gehaftet.
Ohser, Erich * 18. März 1903 in Untergettengrün/ Vogtland † 5. April 1944 in Berlin Zeichner und Karikaturist O. erlernte in Plauen den Beruf eines Schlossers und studierte von 1920 bis 1927 an der Leipziger Akademie für graphische Künste. Er zeichnete für verschiedene Zeitschriften politische Karikaturen. 1929 trat er als Schnellzeichner im Berliner Kabarett »Katakombe« auf. Fünf Jahre später erhielt O. Berufsverbot, veröffentlichte jedoch unter dem Pseudonym e. o. plauen seine Zeichnungen weiter. Besonders bekannt wurde er durch die in der »Berliner Illustrirten Zeitung« erschienenen humoristischen Bildergeschichten »Vater und Sohn«. 1943 wegen Äußerungen gegen die NS- Herrschaft verhaftet, wählte er im April 1944 in Moabit den Freitod. Eine Schule in Kreuzberg und eine Straße in Hellersdorf (Ohserring) tragen seinen Namen.
Ingevoerd op: 2003-05-07; Gewijzigd op: 2017-03-30

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